Im Alter von 95 Jahren bestätigt Robert Wagner ENDLICH die Gerüchte über den Tod von Natalie Wood.

Hollywood kennt tragische Mysterien nur allzu gut, doch nur wenige haben die Branche (und die Öffentlichkeit) so sehr beschäftigt wie der Tod von Natalie Wood. Über vier Jahrzehnte lang zählte ihr Ertrinken vor der Küste von Catalina Island zu den hartnäckigsten und umstrittensten ungelösten Fällen der Unterhaltungsgeschichte. Nun, im Alter von 95 Jahren, hat Robert Wagner, Woods Ehemann und einer der letzten lebenden Zeugen, sein Schweigen gebrochen und Enthüllungen gemacht, die die Geschichte neu formen und neue Klarheit in eine Tragödie bringen, die Generationen lang nachwirkte.
Eine Nacht, die Hollywood für immer veränderte
Am 29. November 1981 erwachte die Welt zu schockierenden Schlagzeilen: Natalie Wood, der legendäre Star aus „West Side Story“ und „…denn sie wissen nicht, was sie tun“, war im Alter von 43 Jahren gestorben. Ihr Leichnam wurde in den eiskalten Gewässern nahe Catalina Island gefunden, bekleidet mit einem Nachthemd und einer roten Jacke. Der offizielle Bericht stufte den Tod schnell als Unfalltod durch Ertrinken ein, doch schon nach wenigen Stunden machten Gerüchte die Runde. Wie konnte eine Frau, die immer panische Angst vor tiefem Wasser gehabt hatte, mitten in der Nacht allein an Deck ihrer Yacht „The Splendor“ enden?
Natalie war an diesem Wochenende nicht allein. An Bord waren ihr Ehemann, der Schauspieler Robert Wagner, ihr „Brainstorm“-Co-Star Christopher Walken und der Kapitän der Yacht, Dennis Davern. Die Gruppe hatte sich zu einem vermeintlich friedlichen Kurzurlaub aufgemacht: Hollywood-Stars, die dem Rampenlicht entfliehen wollten. Doch unter der glamourösen Oberfläche brodelte es. Die Beziehung zwischen Natalie und Wagner war leidenschaftlich und turbulent, geprägt von jahrelanger Hingabe und Zwietracht.
Die letzten Stunden: Wein, Streit und Verschwinden
Die Berichte über jene Nacht gehen auseinander, doch die meisten stimmen darin überein, dass der Abend fröhlich und ausgelassen begann. Mit der Zeit und dem Genuss von Wein kippte die Stimmung. Laut Davern wurde das Gespräch zwischen Wagner und Walken hitzig, angeheizt von Eifersucht und beruflicher Rivalität. Natalie, die angeblich zwischen ihrem Mann und ihrer Freundin stand, versuchte, die Situation zu entschärfen, bevor sie sich aus der Stammkneipe zurückzog.

Was dann geschah, ist bis heute Gegenstand endloser Spekulationen. Kurz nach Mitternacht verschwand Natalie. Wagner behauptete später, er habe angenommen, sie sei schlafen gegangen. Erst als er bemerkte, dass das Beiboot der Yacht fehlte, ahnte er, dass etwas nicht stimmte. Am nächsten Morgen um 7:30 Uhr wurde Natalies Leiche weniger als eine Meile von der Yacht entfernt treibend gefunden. Das Beiboot der „Prince Valiant“ wurde in der Nähe entdeckt, sanft am Ufer schaukelnd.
Der Bericht des Gerichtsmediziners vermerkte Blutergüsse an Natalies Armen und Beinen, Kratzer und Alkohol in ihrem Blut. Die Befunde deuteten auf einen Sturz hin, waren aber noch lange nicht eindeutig. Die offizielle Todesursache lautete: Ertrinken und Unterkühlung. Dennoch blieben Fragen offen: Warum hatte niemand ihre Schreie gehört? Warum hatte sie so lange gezögert, um Hilfe zu rufen? Wie konnte jemand, der so große Angst vor Wasser hatte, nachts allein an Deck sein?
Die Folgen: Stille, Misstrauen und wieder aufgerissene Wunden.
Robert Wagner beteuerte seine Unschuld und war in den Tagen nach Natalies Tod zutiefst erschüttert und zurückgezogen. Auch Christopher Walken, der ebenso mitgenommen war, verweigerte jegliche öffentliche Stellungnahme. Der Fall wurde stillschweigend abgeschlossen, als tragischer Unfall abgetan, und Hollywood versuchte, zur Tagesordnung überzugehen.
Doch die Gerüchte verstummten nie. Die Boulevardpresse spekulierte über einen Streit zwischen Wagner und Natalie und deutete an, Eifersucht habe etwas Schreckliches ausgelöst. Andere behaupteten, Walken und Wagner hätten sich wegen Natalies Karriere zerstritten. Jahre später sagte Captain Davern den Behörden, er glaube, es sei mehr vorgefallen, als irgendjemand zugeben wolle. Er verwies auf einen heftigen Streit und die Verzögerung beim Absetzen des Notrufs.
Jahrzehntelang stand Wagner unter einem Schatten des Verdachts. Er baute seine Karriere wieder auf, spielte die Hauptrolle in „Hart aber herzlich“ und versuchte, sich auf seine Familie zu konzentrieren, doch jede Erwähnung von Natalies Namen rief erneut Misstrauen hervor. In Interviews wirkte Wagner gefasst, doch seine Augen verrieten eine Müdigkeit, die der Ruhm nicht verbergen konnte.
Der Fall wird wieder aufgenommen: neue Zeugenaussagen, alte Wunden
Im Jahr 2011 nahmen die Behörden von Los Angeles die Ermittlungen wieder auf. Natalies Todesursache wurde von „Unfall“ auf „ungeklärt“ geändert. Dies führte zu erneuten Spekulationen in den Medien und einer öffentlichen Debatte. Dennis Davern trat an die Öffentlichkeit und gab zu, in seiner ursprünglichen Aussage aus Angst vor Wagners Einfluss gelogen zu haben. Er behauptete nun, ein Streit zwischen Wagner und Natalie sei eskaliert und Wagner habe den Notruf verzögert.

Die Schlagzeilen prangten: „Neue Beweise im mysteriösen Tod von Natalie Wood“, „Ehemann Robert Wagner unter Verdacht“. Wagner wies jegliches Fehlverhalten vehement zurück und beharrte darauf, dass die Nacht nichts weiter als ein tragischer Unfall gewesen sei. Freunde und Kollegen waren gespalten. Einige, wie Jill St. John, die Wagner später heiratete, hielten zu ihm. Andere waren sich da nicht so sicher.
Natalies Tochter, Natasha Gregson Wagner, gehörte schließlich zu den wenigen, die ihn öffentlich verteidigten. „Er liebte meine Mutter von ganzem Herzen“, sagte sie. „Was in jener Nacht geschah, war kein Mord. Es war eine Tragödie.“ Ihre Worte erinnerten die Welt daran, dass es in dieser Geschichte nicht nur um Gerichtsbeweise oder reißerische Theorien ging, sondern um eine Familie, die vom Schmerz zerrissen wurde.
Das letzte Geständnis: Wagner bricht sein Schweigen.
Nun, mit 95 Jahren, hat Robert Wagner sich endlich entschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen. In jüngsten Interviews und in seinen Memoiren offenbarte er eine neue Verletzlichkeit, weit weniger verschlossen als zuvor. Er wirkte nicht länger wie ein Mann, der sich verteidigte, sondern vielmehr wie jemand, der ein Leben voller Leid akzeptierte.

„Ich werde nie wirklich wissen, was in jener Nacht geschah“, gab Wagner mit zitternder Stimme zu, gezeichnet von Alter und Rührung. „Ich habe mich jeden Tag gefragt: ‚Was wäre, wenn ich etwas anders gemacht hätte? Was wäre, wenn ich sie früher gesehen hätte? Wäre sie dann noch hier?‘“ Die Worte, schlicht und doch herzzerreißend, offenbarten die Tiefe der Qualen, die ihn seither plagen.
Wagner bestätigte die seit Langem kursierenden Gerüchte über Streitigkeiten und Spannungen an Bord der Splendor. Er gab zu, dass Eifersucht und Alkohol einen Streit zwischen ihm und Natalie ausgelöst hatten und dass er es bereue, sie nicht früher unter Kontrolle gebracht zu haben. „Man hat mich ein Monster, einen Lügner, einen Feigling genannt“, sagte er leise. „Aber die Wahrheit ist einfacher. Ich war ein verliebter Mann, der Fehler gemacht hat, und ich habe seitdem jeden Tag dafür bezahlt.“
Es war kein Schuldbekenntnis, sondern ein Ausdruck tiefer Reue: das Eingeständnis, dass die Ereignisse jener Nacht weitaus komplexer waren, als die Öffentlichkeit je ahnte. Wagners Worte zerstreuten zwar nicht den Verdacht, gewährten aber einen seltenen Einblick in den Schmerz, den er seit über vierzig Jahren ertrug.