Lothar Matthäus schlägt Alarm: Deutschlands Kandidatur für die WM 2038 sorgt für Kontroversen
Die FIFA hat die Fußballwelt gestern erschüttert, als sie offiziell die drei Länder bekanntgab, die in die Endrunde der Bewerber um die Austragung der Weltmeisterschaft 2038 einziehen. Überraschenderweise gehört Deutschland zu dieser exklusiven Liste – eine Entscheidung, die in der nationalen und internationalen Fußballszene sofort für Diskussionen sorgte. Was zunächst als Triumph für den deutschen Fußball angesehen wurde, entwickelte sich schnell zu einem kontroversen Thema, nachdem Lothar Matthäus, die deutsche Fußballlegende und Weltmeister von 1990, öffentlich seine Opposition zu dieser Kandidatur äußerte.

Laut FIFA erhielt Deutschland seine Aufnahme auf die Liste aufgrund „besonderer Bedingungen“, darunter langfristige Investitionspläne, Modernisierungsprojekte für Stadien und die Verpflichtung, die Infrastruktur für Spieler, Fans und Medien auf höchstem internationalen Niveau bereitzustellen. Die deutsche Bewerbung hebt insbesondere die historische Fußballtradition des Landes, die bestehenden Sportstätten in Städten wie München, Dortmund, Frankfurt und Berlin sowie die Fähigkeit hervor, Großveranstaltungen organisatorisch zu bewältigen. Offizielle Vertreter der FIFA lobten Deutschlands strategische Vision und erklärten, dass die Kombination aus Erfahrung, Innovation und Fußballkultur ausschlaggebend für die Entscheidung war.

Doch trotz dieser offiziellen Anerkennung ergriff Lothar Matthäus das Wort und meldete deutlichen Widerspruch an. In einem Interview mit einer führenden deutschen Sportzeitung sagte Matthäus:
„Deutschland ist in diesem Moment nicht bereit für eine WM. Wir haben große Fußballtraditionen, aber die Realität ist, dass viele Strukturen noch nicht auf diesem Niveau sind. Wir riskieren, ein solches Großereignis nicht erfolgreich zu stemmen.“

Die Aussagen der ehemaligen Kapitäns der Nationalmannschaft erzeugten sofort ein Medienecho. Matthäus warnte, dass die Bewerbung Deutschlands zwar ambitioniert sei, aber ernsthafte Herausforderungen nicht ausreichend berücksichtigt würden. Dazu zählen veraltete Stadien, bürokratische Hürden, komplexe Sicherheitsanforderungen und die Notwendigkeit, Millionen von Fans aus aller Welt zu empfangen. „Wir dürfen die Risiken nicht ignorieren“, fügte er hinzu. „Ein WM-Turnier ist kein bloßes Sportereignis, es ist ein globaler Test für Organisation, Infrastruktur und gesellschaftliche Stabilität.“
Die Kritik Matthäus’ bezieht sich jedoch nicht nur auf infrastrukturelle Fragen. Quellen zufolge ist der Ex-Weltmeister auch besorgt über interne Probleme innerhalb des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und die langfristige Entwicklung des Fußballs in Deutschland. „Wir haben eine hervorragende Fußballkultur, aber in Bereichen wie Jugendentwicklung, Vereinsmanagement und langfristiger Planung bestehen erhebliche Defizite. Eine WM darf diese Schwächen nicht verdecken“, erläutert eine vertrauliche Quelle.
Die Reaktionen auf Matthäus’ Kommentare waren gemischt. Viele Fans lobten die Ehrlichkeit des Fußballidols: „Endlich sagt jemand die Wahrheit, die alle anderen ignorieren“, hieß es in zahlreichen Social-Media-Beiträgen. Andere hingegen kritisierten ihn scharf, mit dem Vorwurf, er schade der nationalen Bewerbung und dem internationalen Image Deutschlands. Politiker und Vertreter des DFB reagierten vorsichtig, betonten aber, dass die Meinungen von Experten und Legenden wie Matthäus respektiert würden, gleichzeitig aber Vertrauen in die Bewerbung bestünde.
Die anderen beiden Kandidatenländer, so berichten internationale Medien, sind Kanada und Saudi-Arabien – beide starke Bewerber mit klaren strategischen Investitionsplänen. Kanada bringt moderne Stadien, eine wachsende Fußballkultur und Erfahrung in der Austragung internationaler Turniere mit, während Saudi-Arabien Milliarden in Sportinfrastruktur und weltweite Sichtbarkeit investiert, um sich als sportliche Großmacht zu etablieren.
Analysten warnen, dass Deutschlands interner Diskurs über Organisation, Infrastruktur und langfristige Planung die Chancen im Wettbewerb beeinflussen könnte. Matthäus’ Kritik könnte zwar kurzfristig für Aufmerksamkeit sorgen, birgt aber auch das Potenzial, internationale Beobachter zu verunsichern. Ein erfolgreiches WM-Projekt erfordert laut Experten Einheit, strategische Klarheit und überzeugende Präsentation – Faktoren, die gerade durch öffentliche Debatten infrage gestellt werden.
Unterdessen bereitet der DFB konkrete Maßnahmen vor, um die Bedenken auszuräumen. Geplant sind zusätzliche Investitionen in Stadien, Verkehrs- und Sicherheitsinfrastruktur, digitale Technologie sowie Nachhaltigkeitsprogramme. Ziel ist es, die Bewerbung noch robuster zu gestalten und die FIFA davon zu überzeugen, dass Deutschland nicht nur traditionsreich, sondern auch organisatorisch zukunftsfähig ist.
Die FIFA selbst wird in den kommenden Jahren umfangreiche Besichtigungen und Bewertungen durchführen. Städtebesuche, Infrastrukturchecks und Prüfungen der finanziellen Absicherung stehen auf der Agenda. Die endgültige Entscheidung wird voraussichtlich 2027 bekanntgegeben. Bis dahin wird Deutschland im internationalen Blickfeld bleiben, sowohl wegen seiner Bewerbung als auch wegen der kontroversen Einwände von Lothar Matthäus.
Eines ist jedoch sicher: Deutschlands Kandidatur für die WM 2038 hat bereits jetzt eine intensive Debatte über den Zustand des Fußballs, die organisatorische Leistungsfähigkeit und die nationale Einheit ausgelöst. Matthäus’ Stimme hat die Diskussion belebt und deutlich gemacht, dass eine erfolgreiche Weltmeisterschaft weit mehr erfordert als nur die Liebe zum Spiel. Sie verlangt Planung, Präzision und die Fähigkeit, ein globales Publikum zu beeindrucken.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein. Kann Deutschland die Herausforderungen meistern und die Bedenken von Legenden wie Matthäus entkräften? Oder wird die Kritik den Weg zum WM-Titel blockieren? Eines ist gewiss: Die Reise zur Weltmeisterschaft 2038 wird spannend, umkämpft und von einem historischen Diskurs über Fußball, Verantwortung und Vision geprägt sein.