Mordfall Fabian (8): Schockierende Wahrheit über die Tatwaffe – Polizei räumt schwere Ermittlungsfehler ein! Die deutsche Polizei hat einen weiteren Hinweis veröffentlicht … Weiterlesen 👇

Fall Fabian (8): Eine Tragödie der Fehler – Zerbricht die Gerechtigkeit an Polizeipannen?

Es ist eine Geschichte, die das Land erschüttert und die Menschen in Güstrow in einen Zustand der Trauer und des Entsetzens versetzt hat. Der Tod des achtjährigen Fabian, der am 10.

Oktober 2024 verschwand und nur vier Tage später tot, seine Leiche geschändet durch den Versuch, sie zu verbrennen, in einem Waldstück bei Klein Upal aufgefunden wurde. Ein Verbrechen von unermesslicher Grausamkeit. Schnell geriet Gina H., die 29-jährige Ex-Freundin von Fabians Vater, unter dringenden Tatverdacht. Sie sitzt in Untersuchungshaft. Sie schweigt.

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Doch während eine Familie auf Antworten wartet und eine Gemeinschaft Gerechtigkeit fordert, braut sich ein Sturm zusammen, der droht, das gesamte Fundament der Anklage wegzuspülen. Es ist ein Sturm aus Ermittlungsfehlern, Pannen bei der Spurensicherung und verlorenen Beweisen.

In einer dramatischen Wende sieht sich die Staatsanwaltschaft gezwungen, öffentlich “massive Fehler” einzuräumen. Der Fall Fabian ist nicht mehr nur eine Tragödie eines Kindsmordes; er entwickelt sich zu einem potenziellen Justizskandal, der die Frage aufwirft: Kann es für Fabian noch Gerechtigkeit geben, wenn die Ermittler selbst die Spuren verwischt haben?

Der 14. Oktober war der Tag, an dem die schlimmsten Befürchtungen Gewissheit wurden. Eine Spaziergängerin – Berichten zufolge die Tatverdächtige Gina H. selbst – fand die sterblichen Überreste des Jungen. Ein Fundort in einem Waldstück, ein sogenannter Leichenfundort, ist in der Kriminalistik ein heiliger Gral.

Jeder Millimeter kann den entscheidenden Hinweis bergen: Faserspuren, DNA, Fußabdrücke des Täters, Reifenspuren eines Transportfahrzeugs. Solche Orte werden normalerweise Tage, manchmal Wochen, akribisch gesichert und untersucht.

Nicht so im Fall Fabian. In einer Entscheidung, die heute als erster kapitaler Fehler der Ermittlungen gilt, wurde das Areal um den Fundort nach nur einem Tag, am 15. Oktober, wieder freigegeben. Die Absperrbänder fielen, und das Gelände wurde dem überlassen, was in solchen Fällen unweigerlich folgt: Schaulustige, Journalisten, Spaziergänger.

Menschen liefen über potenzielles Beweismaterial, kontaminierten den Boden mit ihrer eigenen DNA, überlagerten mögliche Spuren des Täters und zerstörten unwiederbringlich, was vielleicht zur Aufklärung hätte beitragen können.

Erst am Folgetag, dem 16. Oktober, schien den Verantwortlichen die Tragweite dieses Fehlers zu dämmern. Das Gelände wurde erneut gesperrt und eine zweite, fieberhafte Suche begann. Doch der Schaden war bereits angerichtet. Oberstaatsanwalt Harald Novak, der die Ermittlungen leitet, musste einräumen, dass unklar sei, ob dabei Spuren verloren gingen.

Eine vorsichtige Formulierung für ein Desaster. Die Verteidigung wird argumentieren: Wenn die Polizei nicht einmal den Fundort sichern kann, wie will sie dann die Schuld einer Angeklagten beweisen?

Als wäre die Kontaminierung des Hauptfundortes nicht schon schlimm genug, droht nun auch das, was als einer der wichtigsten Beweise galt, zu zerfallen. Etwa 100 Meter vom Leichenfundort entfernt, fand eine Spaziergängerin einen verkohlten Lederhandschuh. Ein Gegenstand, der angesichts der verbrannten Leiche sofort als hochrelevant eingestuft wurde.

Die Finderin handelte umsichtig, hob ihn mit einer Plastiktüte auf und übergab ihn einem anwesenden Fernsehteam, das ihn an die Polizei weiterleitete.

Die Hoffnung war groß: Trug dieser Handschuh die DNA des Täters? Wurde er benutzt, um das Feuer zu legen? Doch diese Hoffnung erfährt nun eine eisige Dusche. Wie Oberstaatsanwalt Novak bestätigen musste, hat sich eine weitere Person gemeldet. Ein neuer Zeuge, dessen Aussage alles auf den Kopf stellt.

Diese Person behauptet, exakt denselben Handschuh bereits Tage zuvor an einem völlig anderen Ort gesehen zu haben – einem Ort, den die Polizei ironischerweise ebenfalls bereits abgesucht hatte.

Die Implikationen sind verheerend. Novak selbst spricht von einer möglichen “Panne bei der Spurensicherung” und räumt ein, der Fundort des Handschuhs “könnte absichtlich oder versehentlich verfälscht worden sein”.

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Was bedeutet das? Hat jemand den Handschuh bewegt? Ein Ermittler, der unsauber gearbeitet hat? Ein Zivilist, der nach der Freigabe des Geländes dort spazieren ging? Oder gar der Täter selbst, der zurückkehrte, um die Ermittler in die Irre zu führen? Oder ist der Handschuh ein “Zufallsfund”, der absolut nichts mit der Tat zu tun hat?

Für die Anklage ist dieses Beweisstück kaum noch zu gebrauchen. Die Beweiskette ist durchbrochen. Andreas Om, der Verteidiger von Gina H., wird diesen Punkt genüsslich zerpflücken. Ein Beweis, dessen Herkunft und Fundort derart kompromittiert sind, hält vor Gericht kaum stand.

Der dritte und vielleicht schwerwiegendste Schlag für die Anklage ist ein Vakuum: Es gibt keine Tatwaffe. Oberstaatsanwalt Novak bestätigte dies unumwunden. “Bislang keine Tatwaffe gefunden”, so seine Worte.

Die Obduktion habe zwar ergeben, dass Fabian “wohl nicht durch bloße körperliche Gewalt ohne Hilfsmittel” ums Leben kam, aber welches Hilfsmittel – welches Werkzeug, welche Waffe – das bleibt das düstere Geheimnis des Täters.

Ohne Tatwaffe ist eine Anklage wegen Mordes ungleich schwerer zu führen. Die Verteidigung wird die offensichtliche Frage stellen: Womit? Wie? Wenn die Staatsanwaltschaft nicht einmal sagen kann, wie Fabian getötet wurde, wie will sie dann beweisen, wer es getan hat?

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Auch hier eröffnen die vorherigen Pannen ein Feld der Spekulation.

Wurde die Tatwaffe am Fundort übersehen, weil man ihn zu früh freigab? Lag sie im Unterholz, nur um von einem Schaulustigen als makabres “Souvenir” mitgenommen zu werden? Oder hat der Täter sie so gut entsorgt, dass sie nie gefunden wird? Das Fehlen der Waffe, kombiniert mit den anderen Fehlern, schafft eine Wand aus “vernünftigen Zweifeln” – und genau das ist es, was eine Verteidigung braucht, um einen Freispruch zu erwirken.

Für die Familie von Fabian ist diese Entwicklung ein unerträglicher Albtraum im Albtraum. Sie haben ihr Kind verloren und müssen nun mitansehen, wie die Chance auf Gerechtigkeit durch vermeidbare Fehler zu zerrinnen droht.

Die Kritik an der Kommunikation der Behörden mit den Angehörigen, die von der Cousine der Mutter geäußert wurde, wirft ein zusätzliches Licht auf die emotionale Belastung.

Auch wenn Novak betont, die Kommunikation mit der Anwältin der Mutter laufe gut – das Gefühl, im Dunkeln gelassen zu werden, während der Fall ihres Sohnes Schlagzeilen macht, bleibt.

Für die Justiz ist der Fall ein Lehrstück über strukturelle Probleme. Der enorme öffentliche Druck, der auf den Ermittlern lastet, könnte zu voreiligen Entscheidungen geführt haben. Ressourcenmangel, vielleicht mangelnde Ausbildung bei der Sicherung komplexer Tatorte – all das sind Faktoren, die nun schonungslos offengelegt werden.

Andreas Om, der Anwalt der schweigenden Gina H., muss wenig mehr tun, als sich zurückzulehnen und die Fehler der Anklage zu dokumentieren. Jede einzelne Panne ist ein Geschenk für die Verteidigung.

Er wird nicht die Unschuld seiner Mandantin beweisen müssen; er wird nur auf die offensichtlichen Schwächen der Ermittlungsarbeit hinweisen müssen.

Der Fall Fabian ist zu einer Tragödie der Fehler geworden. Die Suche nach der Wahrheit wird nun nicht mehr nur im Dickicht eines Waldes bei Klein Upal geführt, sondern im Labyrinth einer verpfuschten Ermittlung.

Es bleibt die Hoffnung, dass die Staatsanwaltschaft noch unbekannte, “wasserdichte” Beweise in der Hinterhand hat – digitale Spuren, eindeutige Zeugenaussagen oder DNA-Treffer, die von den Pannen am Fundort unberührt blieben.

Wenn nicht, steht die schreckliche Möglichkeit im Raum, dass der Mörder eines achtjährigen Jungen nicht wegen eines Mangels an Beweisen freikommt, sondern weil die, die für die Sicherung dieser Beweise verantwortlich waren, versagt haben.

Für Fabian, seine Familie und das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Rechtsstaat wäre das die denkbar dunkelste Wendung. Die Suche nach Gerechtigkeit ist zu einem Wettlauf gegen die eigenen Fehler geworden.

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